versuch einer annäherung an das thema tod.
mittels der miniaturform werden verschiedene teilaspekte des oberthemas beleuchtet. die einzelnen miniaturen werden zusammengehalten durch eine rahmenhandlung, die den weg einer leiche bis zur kremation beschreibt. teil der konzeption war eine erweiterungsfähigkeit mit anderen miniaturen, von denen eine vielzahl den themenkomplex umfassend beschreiben könnte.


1. opfer täter
eine hinrichtung auf dem elektrischen stuhl wird dem tod, so wie er in den medien allgegenwärtig ist, gegenübergestellt (individuelle gewalt contra gesellschaftliche gewalt).

2. maschine mensch
intensivstationen als immer 'normalere' endstationen des heutigen lebenswegs, in denen (nur) die essentiellen physischen lebensfunktionen aufrechterhalten werden. der in früheren zeiten übliche tod im kreis der familie wird immer mehr in den hintergrund gedrängt; der von modernster technologie am leben gehaltene menschliche körper selbst zum apparat degradiert.

3. objekt subjekt
in der rechtsmedizin wird der menschliche körper als behälter für spuren betrachtet, der während der obduktion zerstört werden muß, um aufschlüsse über art und weise von leben und tod eines menschen zu erlangen. die sachlichkeit, mit der hier der tote körper betrachtet wird, steht im widerspruch zur betrachtung unseres eigenen körpers.